Wohnungsauflösung Kosten: Checkliste für Mieter, Erben und Betreuer

Wenn Sie wissen wollen, was eine Wohnungsauflösung kostet, hilft Ihnen als erste Orientierung der Blick auf die Wohnungsgröße: Marktübersichten nennen für eine 1-Zimmer-Wohnung mit rund 30 m² Preise ab etwa 400 € bis 900 €, für eine 3-Zimmer-Wohnung mit rund 90 m² eher 1.600 € bis 2.300 €. Umgerechnet auf die Fläche liegen die üblichen Sätze bei etwa 20 € bis 60 € pro Quadratmeter. Diese Spanne ist groß, und das hat einen Grund: Der Preis hängt weniger an den Quadratmetern als am tatsächlichen Volumen, an der Zugänglichkeit und an den Entsorgungswegen.

Für Mieter, die selbst ausziehen, für Erben nach einem Todesfall und für Betreuer, die einen Haushalt im Auftrag auflösen, gelten dabei unterschiedliche Rahmenbedingungen. Sie brauchen jeweils andere Nachweise, andere Fristen und teils andere Kostenträger. Dieser Ratgeber führt Sie durch Preisfaktoren, Zuständigkeiten und die konkrete Vorbereitung. 

Das Wichtigste in Kürze

Sechs Punkte, die Sie vor der ersten Anfrage kennen sollten

Wie berechnen Profis die Preise für eine Wohnungsauflösung?

Seriöse Anbieter kalkulieren nicht nach Bauchgefühl, sondern nach Volumen. Zentrale Größe ist der Kubikmeter Räumgut: Wie viele Kubikmeter Möbel, Hausrat, Kartons und Restmüll verlassen die Wohnung? Aus dieser Menge ergeben sich Container- bzw. Transportergrößen, die Zahl der Fahrten und die Deponie- oder Sortiergebühren.

Die zweite Größe sind Arbeitsstunden. Wie lange braucht ein Team, um das Volumen aus dem dritten Obergeschoss ohne Aufzug ins Fahrzeug zu bringen? Quadratmeter und Zimmeranzahl dienen dabei nur als Hilfsgröße, weil ein 40 m² großes Apartment mit vollgestellten Räumen mehr Volumen enthält als eine spärlich möblierte 80-m²-Wohnung. Deshalb verschieben sich Preise pro Quadratmeter je Objekt deutlich, wie die Rechenbeispiele zur Entrümpelung nach Kosten pro Quadratmeter zeigen.

Dazu kommen kommunale Entsorgungsgebühren, die je Stadt und Abfallart schwanken, sowie Personal-, Fahrzeug- und Versicherungskosten. Ein Pauschalpreis ist immer eine Rechnung auf Basis dieser Posten. Wer einen Festpreis ohne Besichtigung oder Fotos nennt, kalkuliert einen Risikoaufschlag mit oder muss später nachfordern.

Welche Faktoren treiben die Kosten nach oben oder unten?

Der Füllgrad wiegt am schwersten. Eine besenrein vorbereitete Wohnung mit wenigen Möbeln kostet einen Bruchteil einer Wohnung, in der Schränke, Kartons und Kleidung über Jahrzehnte gewachsen sind.

Ebenso relevant: Etage und Aufzug. Jede Treppenstufe kostet Zeit. Fehlt ein Parkplatz direkt am Haus, wird ein Halteverbot nötig, oder die Wege verlängern sich. Bei Objekten weit außerhalb des Einzugsgebiets schlägt die Anfahrt zu Buche.

Sondermüll und Elektrogeräte gehen separate Wege. Farben, Lösungsmittel, Altöl, Leuchtstoffröhren, Kühlgeräte und Fernseher dürfen nicht in den Restmüllcontainer und verursachen eigene Gebühren. Verwahrloste Wohnungen und Messie-Objekte brauchen mehr Personal, Schutzausrüstung und häufig mehrere Container, was den Preis pro Quadratmeter erkennbar erhöht.

Keller, Garage und Dachboden werden fast immer unterschätzt. Nennen Sie diese Flächen bei der Anfrage mit, sonst stimmt das Angebot nicht. Termindruck wirkt ebenfalls auf den Preis, weil ein Team kurzfristig umdisponieren muss. Eine Endreinigung ist eine Zusatzoption und kein Bestandteil der Räumung.

Kostenfaktoren einer Wohnungsauflösung im Überblick

Acht Faktoren erklären fast jede Preisdifferenz zwischen zwei Angeboten für dieselbe Wohnung. Prüfen Sie Ihre Situation entlang dieser Punkte, bevor Sie Angebote vergleichen.

Infografik: Kostenfaktoren einer Wohnungsauflösung im Überblick
Die Kosten einer Wohnungsauflösung hängen maßgeblich von Volumen, Zugang, Logistik, Sondermüll, Zustand der Wohnung und dem Wert verwertbarer Gegenstände ab.

So wirken die einzelnen Posten auf Ihr Angebot

  1. Füllgrad und Volumen: bestimmt Container, Fahrten und Stunden, größter Hebel nach oben und unten.
  2. Etage und Aufzug: ohne Aufzug steigt die Tragezeit deutlich, Aufschlag.
  3. Anfahrt und Halteverbot: weite Wege und fehlende Stellfläche, Aufschlag.
  4. Sondermüll: Farben, Chemie, Leuchtmittel, gesonderte Gebühren, Aufschlag.
  5. Elektrogroßgeräte: Kühl- und Gefriergeräte kostenpflichtig, gut erhaltene Geräte dagegen anrechenbar.
  6. Verwahrlosung: mehr Personal, Schutzausrüstung, mehrere Container, deutlicher Aufschlag.
  7. Nebenflächen: Keller, Dachboden, Garage, Aufschlag durch Zusatzvolumen.
  8. Verwertbares und Vorsortierung: Möbel mit Restwert, Fahrzeuge, geleerte Schränke, Abschlag.

Was kostet eine Wohnungsauflösung je Wohnungsgröße?

Die folgenden Werte sind Marktspannen aus öffentlich verfügbaren Preisübersichten, Stand 2026. Sie gelten für durchschnittlich möblierte Wohnungen ohne Sondermüll und ohne Endreinigung.
Objekt Fläche Preisspanne (Orientierung)
Kellerentrümpelung ca. 20 m² 400 € bis 500 €
1-Zimmer-Wohnung ca. 30 bis 45 m² 400 € bis 1.200 €
2-Zimmer-Wohnung ca. 50 bis 70 m² 600 € bis 2.000 €
3-Zimmer-Wohnung ca. 70 bis 90 m² 900 € bis 2.300 €
4- bis 5-Zimmer-Wohnung ca. 100 bis 130 m² rund 2.000 € bis 4.000 €
Haus ca. 150 m² 2.800 € bis 5.000 €
Rechnen Sie Keller und Dachboden separat dazu, sofern sie mitgeräumt werden. Zwischen Regionen gibt es Unterschiede: In Metropolen wie Hamburg oder Berlin liegen Stundensätze und Entsorgungsgebühren häufig über den Werten im Ruhrgebiet, dafür sind Anfahrtswege in dicht besiedelten Städten kurz. Wie sich die Kalkulation bei größeren Objekten verschiebt, lesen Sie in der Übersicht zu den Kosten fürs Haus entrümpeln.

Was ist der Unterschied zwischen Entrümpelung, Haushaltsauflösung und Wohnungsauflösung?

Die drei Begriffe werden im Alltag synonym benutzt, meinen aber unterschiedliche Leistungsumfänge und deshalb unterschiedliche Preise. Eine Entrümpelung entfernt gezielt Unrat und nicht mehr benötigte Gegenstände, etwa im Keller oder auf dem Dachboden. Die Räume bleiben in Nutzung. Eine Haushaltsauflösung löst den kompletten Hausrat auf, inklusive Möbeln, Küche, Textilien und Elektrogeräten, meist mit Verwertung brauchbarer Stücke. Eine Wohnungsauflösung umfasst die Haushaltsauflösung plus alles, was zur Rückgabe der Wohnung gehört: Nebenräume, Einbauten, Schlüsselübergabe, auf Wunsch Endreinigung und Begleitung bei der Wohnungsabnahme. Nicht dazu gehören Umzugsleistungen, also der Transport von Möbeln in eine neue Wohnung, sowie Renovierung, Sanierung und Malerarbeiten. Solche Arbeiten beauftragen Sie bei Umzugsunternehmen oder Handwerksbetrieben. Für Ihre Kostenplanung heißt das: Prüfen Sie, ob Streichen oder Bodenarbeiten laut Mietvertrag überhaupt geschuldet sind, und kalkulieren Sie diese Posten getrennt.

Wie lassen sich die Kosten senken?

Der wirksamste Hebel ist Eigenleistung vor dem Termin. Leeren Sie Schränke und Kommoden, packen Sie Kleinteile in Kartons, trennen Sie Papier und Glas. Jede Stunde, die Ihr Team nicht sortieren muss, senkt den Preis. Zweitens: Verwertung. Gut erhaltene Waschmaschinen, Kühlgeräte, Werkzeuge oder ein Fahrzeug im Hof haben einen Restwert. Bei einer Entrümpelung mit Wertanrechnung wird dieser Wert direkt gegen den Auftrag verrechnet und erscheint im Angebot als Abzug, nicht als vages Versprechen. Drittens: Verschenken statt entsorgen. Sozialkaufhäuser, Nachbarschaftsgruppen und Verschenkeportale nehmen brauchbare Möbel oft kostenlos ab, das reduziert das Volumen. Und viertens: Vergleichen. Holen Sie zwei bis drei Angebote auf gleicher Grundlage ein, also mit denselben Flächen und derselben Leistungsbeschreibung. Liegt Ihnen ein günstigeres schriftliches Angebot vor, lassen Sie es im Rahmen der Bestpreis-Prüfung gegenrechnen.

Experten-Tipp von Jamal Bouja

Aus über zehn Jahren Praxis lässt sich der häufigste Kostenfehler auf einen Punkt bringen: Angebote werden nach dem Preis verglichen, nicht nach dem Leistungsumfang.

„Prüfen Sie drei Dinge, dann kann Ihnen niemand nachträglich die Rechnung erhöhen“

„Erstens: Der Festpreis muss schriftlich vorliegen und Arbeitszeit, Entsorgung, Container, Fahrten und Steuern einschließen. Ein Angebot, das nur eine Summe nennt, ohne zu sagen, was drin ist, ist kein Festpreis. Zweitens: Fragen Sie nach dem Entsorgungsnachweis. Ein Fachbetrieb übergibt Ihnen die Belege der Entsorgungsanlage, das schützt Sie vor Ärger, wenn Abfall irgendwo im Wald landet. Drittens: Vorsicht bei Stundenlohn ohne Obergrenze. Wer 45 € pro Stunde und Mann anbietet, klingt günstig, aber Sie erfahren die Endsumme erst nach der letzten Fahrt. Wenn ein Stundenmodell nötig ist, lassen Sie einen Höchstbetrag ins Angebot schreiben.“ Jamal Bouja, MK Entrümpelung, Essen

Wer trägt die Kosten: Mieter, Erben oder Betreuer?

person packt umzugskarton

Beim regulären Auszug zahlt der Mieter. Er schuldet dem Vermieter die vertragsgemäße Rückgabe der Wohnung, in der Regel leer und besenrein.

Nach einem Todesfall gehen Mietvertrag und damit die Räumungspflicht auf die Erben über. Die Kosten sind Nachlassverbindlichkeiten, gezahlt wird also aus dem Nachlass, nicht aus dem Privatvermögen, solange der Nachlass ausreicht. In einer Erbengemeinschaft entscheiden alle Miterben gemeinsam, tragen die Kosten anteilig und sollten die Beauftragung schriftlich abstimmen. Wer das Erbe ausschlägt, ist nicht zur Räumung verpflichtet, verliert aber auch jeden Zugriff auf Hausrat und Wertsachen. Handeln Sie in dieser Phase nicht wie ein Erbe, das kann als Annahme gedeutet werden.

Im Betreuungsfall handelt der gesetzliche Betreuer für den Betreuten und zahlt aus dessen Vermögen, bei größeren Maßnahmen mit Blick auf die Genehmigungspflicht durch das Betreuungsgericht. Für alle Konstellationen gilt: Verlangen Sie eine detaillierte Rechnung mit Leistungsbeschreibung und einen Entsorgungsnachweis. Diese Unterlagen brauchen Sie für die Nachlassabrechnung, gegenüber Miterben und gegebenenfalls fürs Finanzamt, wenn die Räumungskosten als Nachlassverbindlichkeit erbschaftsteuerlich berücksichtigt werden sollen. Fragen Sie dazu Ihr Finanzamt oder Ihre Steuerberatung. 

Welche Fristen und Termine gelten bei einer Wohnungsauflösung?

Nach dem Tod eines Mieters läuft der Mietvertrag weiter. Erben und Vermieter haben nach dem Mietrecht des BGB ein außerordentliches Kündigungsrecht, das kurz nach Kenntnis vom Todesfall ausgeübt werden muss und mit der gesetzlichen Kündigungsfrist wirkt. Praktisch bedeutet das: Sie haben meist einige Wochen bis wenige Monate Zeit, bis die Wohnung zurückgegeben werden muss. Das Zeitfenster bemisst sich am Mietende, nicht am Erbschein.

Planen Sie rückwärts. Setzen Sie zuerst den Übergabetermin mit dem Vermieter, legen Sie dann den Räumungstermin und, falls gewünscht, die Endreinigung davor. Zwischen Räumung und Übergabe sollten mindestens ein bis zwei Tage Puffer liegen. Wird es knapp, etwa weil eine Kündigung spät entdeckt wurde, hilft ein Express- oder Notfall-Service mit Start innerhalb von 24 Stunden. Sind Sie nicht vor Ort, etwa als Erbe in einer anderen Stadt, ist eine Remote-Abwicklung mit Schlüsselversand per Post möglich.

Ablauf in sechs Schritten: von der Besichtigung bis zur besenreinen Übergabe

Ein geordneter Ablauf spart Geld, weil weniger improvisiert wird. So sieht der typische Weg von der ersten Anfrage bis zur Schlüsselübergabe aus.

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Die Grafik stellt den detaillierten Ablauf eines Entrümpelungsdienstes in sechs Schritten dar, von der Kontaktaufnahme bis zur finalen Übergabe.

Die sechs Etappen im Detail

  1. Anfrage: Größe, Etage, Nebenflächen und Wunschtermin nennen, Fotos beilegen.
  2. Kostenlose Besichtigung: Volumen, Zugang und Sondermüll werden vor Ort erfasst.
  3. Festpreisangebot: schriftlich, mit allen Positionen, üblicherweise innerhalb von 24 Stunden.
  4. Räumung: je Objektgröße ein bis drei Arbeitstage, Team und Fahrzeuge nach Volumen.
  5. Endreinigung: optionale Grundreinigung, damit die Wohnung übergabefertig ist.
  6. Übergabe: Wohnungsabnahme mit dem Vermieter, auf Wunsch mit Begleitung, Protokoll und Schlüsselrückgabe.

Wie die einzelnen Etappen praktisch ablaufen, ist im Ablauf einer Entrümpelung Schritt für Schritt beschrieben.

Checkliste: Wie bereiten Sie die Wohnungsauflösung optimal vor?

Arbeiten Sie diese Punkte ab, bevor der erste Anbieter die Wohnung betritt:

  • Unterlagen und Wertsachen sichern: Mietvertrag, Versicherungspolicen, Sparbücher, Schmuck, Fotos, Festplatten und Ausweise separat einpacken.
  • Verträge kündigen: Strom, Gas, Wasser, Telefon, Internet, Rundfunkbeitrag, Abos und Mitgliedschaften, Nachsendeauftrag einrichten.
  • Zählerstände notieren und fotografieren, Termin für die Wohnungsabnahme schriftlich bestätigen lassen.
  • Zugang klären: Etage, Aufzug, Türbreiten, Stellfläche für den Transporter, gegebenenfalls Halteverbot beantragen.
  • Nebenräume auflisten: Keller, Dachboden, Garage, Gartenhaus, Speicher.
  • Fotos für das Angebot machen: jeder Raum aus zwei Winkeln, dazu Keller und vollgestellte Ecken.
  • Schlüsselübergabe regeln: persönlich, über einen Nachbarn oder per Post bei Abwicklung aus der Ferne.
  • Fragen an den Anbieter notieren: Festpreis, Entsorgungsnachweis, Versicherungsschutz, Termintreue, Endreinigung als Option.

Woran erkennen Sie ein seriöses Festpreisangebot?

Ein belastbares Angebot benennt das geschätzte Volumen, die Flächen inklusive Nebenräume, die Anzahl der Mitarbeiter, den Termin und alle Kostenbestandteile. Enthalten sein müssen Arbeitszeit, Transport, Containerstellung, Entsorgungsgebühren, Sondermüll, sofern vorhanden, und die Umsatzsteuer. Optionen wie eine Endreinigung stehen getrennt ausgewiesen, damit Sie sie abwählen können.

Drei Zusagen helfen bei der Einordnung: eine Festpreis-Garantie ohne versteckte Posten, eine Bestpreis-Prüfung, die ein bereits vorliegendes Angebot unterbietet, und eine Besenrein-Garantie für die leere, saubere Übergabe. Dazu kommen nachweisbare Erfahrung, Referenzen und eine Betriebshaftpflicht.

Warnsignale: kein Besichtigungsangebot, Barzahlung ohne Rechnung, Vorkasse in großer Höhe, kein Firmensitz, keine Umsatzsteuer-ID, und Nachforderungen am Räumungstag mit dem Argument „mehr Volumen als gedacht“. Ein Betrieb, der vorher richtig gemessen hat, braucht diese Nachforderung nicht.

Nutzen Sie diesen Ratgeber als Checkliste für die Vorbereitung Ihrer Wohnungsauflösung. Wenn Sie die Kosten nicht schätzen, sondern verbindlich einordnen lassen möchten, prüft MK Entrümpelung die Situation kostenlos und erstellt ein transparentes Festpreisangebot.

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Nutzen Sie diesen Ratgeber als Checkliste für die Vorbereitung Ihrer Wohnungsauflösung. Wenn Sie die Kosten nicht schätzen, sondern verbindlich einordnen lassen möchten, prüft MK Entrümpelung die Situation kostenlos und erstellt ein transparentes Festpreisangebot. Telefon: 0157 9261 9400. Tätig in Essen und im gesamten NRW-Umfeld, Angebot innerhalb von 24 Stunden. Sie können Ihre Anfrage auch direkt über das Formular Angebot anfordern stellen. 

Häufige Fragen

Wie hoch sind die Kosten für die Wohnungsauflösung nach einem Todesfall?

Preislich gilt dieselbe Kalkulation wie bei jeder anderen Wohnungsauflösung, also grob 400 € bis über 4.000 € je nach Größe und Füllgrad. Häufig kommt Mehraufwand hinzu, weil Unterlagen gesichtet, Wertsachen dokumentiert und Nebenräume mitgeräumt werden müssen. Gezahlt wird in der Regel aus dem Nachlass.

Eine Entrümpelung entfernt einzelne Gegenstände oder räumt einen Bereich wie Keller oder Dachboden. Eine Wohnungsauflösung leert das komplette Objekt inklusive Nebenräume und bereitet die Rückgabe an den Vermieter vor, auf Wunsch mit Endreinigung und Begleitung der Übergabe.

Als Orientierung werden am Markt 20 € bis 60 € pro Quadratmeter genannt. Eine 2-Zimmer-Wohnung mit rund 50 m² liegt damit häufig bei 600 € bis 2.000 €, abhängig von Möbelmenge, Etage und Sondermüll.

Erfahrungswerte liegen bei den meisten Mietwohnungen im vierstelligen Bereich, sobald mehr als zwei Zimmer plus Keller betroffen sind. Deutlich über der Spanne landen verwahrloste Objekte, Wohnungen ohne Aufzug im vierten Obergeschoss und Räumungen mit viel Sondermüll.

Renovierungspflichten gehen aus dem Mietvertrag hervor und treffen die Erben als Rechtsnachfolger, sofern die Klauseln wirksam sind. Viele Schönheitsreparatur-Klauseln sind unwirksam, deshalb lohnt eine Prüfung, bevor Sie Maler beauftragen. Räumung und Renovierung sind getrennte Leistungen.

Maßgeblich ist das Mietende, nicht der Todestag. Erben und Vermieter können außerordentlich kündigen, danach gilt die gesetzliche Kündigungsfrist. Damit bleiben meist einige Wochen bis wenige Monate, in denen die Wohnung geräumt und übergeben werden muss.

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