Wenn Sie wissen wollen, was eine Wohnungsauflösung kostet, hilft Ihnen als erste Orientierung der Blick auf die Wohnungsgröße: Marktübersichten nennen für eine 1-Zimmer-Wohnung mit rund 30 m² Preise ab etwa 400 € bis 900 €, für eine 3-Zimmer-Wohnung mit rund 90 m² eher 1.600 € bis 2.300 €. Umgerechnet auf die Fläche liegen die üblichen Sätze bei etwa 20 € bis 60 € pro Quadratmeter. Diese Spanne ist groß, und das hat einen Grund: Der Preis hängt weniger an den Quadratmetern als am tatsächlichen Volumen, an der Zugänglichkeit und an den Entsorgungswegen.
Für Mieter, die selbst ausziehen, für Erben nach einem Todesfall und für Betreuer, die einen Haushalt im Auftrag auflösen, gelten dabei unterschiedliche Rahmenbedingungen. Sie brauchen jeweils andere Nachweise, andere Fristen und teils andere Kostenträger. Dieser Ratgeber führt Sie durch Preisfaktoren, Zuständigkeiten und die konkrete Vorbereitung.
Seriöse Anbieter kalkulieren nicht nach Bauchgefühl, sondern nach Volumen. Zentrale Größe ist der Kubikmeter Räumgut: Wie viele Kubikmeter Möbel, Hausrat, Kartons und Restmüll verlassen die Wohnung? Aus dieser Menge ergeben sich Container- bzw. Transportergrößen, die Zahl der Fahrten und die Deponie- oder Sortiergebühren.
Die zweite Größe sind Arbeitsstunden. Wie lange braucht ein Team, um das Volumen aus dem dritten Obergeschoss ohne Aufzug ins Fahrzeug zu bringen? Quadratmeter und Zimmeranzahl dienen dabei nur als Hilfsgröße, weil ein 40 m² großes Apartment mit vollgestellten Räumen mehr Volumen enthält als eine spärlich möblierte 80-m²-Wohnung. Deshalb verschieben sich Preise pro Quadratmeter je Objekt deutlich, wie die Rechenbeispiele zur Entrümpelung nach Kosten pro Quadratmeter zeigen.
Dazu kommen kommunale Entsorgungsgebühren, die je Stadt und Abfallart schwanken, sowie Personal-, Fahrzeug- und Versicherungskosten. Ein Pauschalpreis ist immer eine Rechnung auf Basis dieser Posten. Wer einen Festpreis ohne Besichtigung oder Fotos nennt, kalkuliert einen Risikoaufschlag mit oder muss später nachfordern.
Der Füllgrad wiegt am schwersten. Eine besenrein vorbereitete Wohnung mit wenigen Möbeln kostet einen Bruchteil einer Wohnung, in der Schränke, Kartons und Kleidung über Jahrzehnte gewachsen sind.
Ebenso relevant: Etage und Aufzug. Jede Treppenstufe kostet Zeit. Fehlt ein Parkplatz direkt am Haus, wird ein Halteverbot nötig, oder die Wege verlängern sich. Bei Objekten weit außerhalb des Einzugsgebiets schlägt die Anfahrt zu Buche.
Sondermüll und Elektrogeräte gehen separate Wege. Farben, Lösungsmittel, Altöl, Leuchtstoffröhren, Kühlgeräte und Fernseher dürfen nicht in den Restmüllcontainer und verursachen eigene Gebühren. Verwahrloste Wohnungen und Messie-Objekte brauchen mehr Personal, Schutzausrüstung und häufig mehrere Container, was den Preis pro Quadratmeter erkennbar erhöht.
Keller, Garage und Dachboden werden fast immer unterschätzt. Nennen Sie diese Flächen bei der Anfrage mit, sonst stimmt das Angebot nicht. Termindruck wirkt ebenfalls auf den Preis, weil ein Team kurzfristig umdisponieren muss. Eine Endreinigung ist eine Zusatzoption und kein Bestandteil der Räumung.
Acht Faktoren erklären fast jede Preisdifferenz zwischen zwei Angeboten für dieselbe Wohnung. Prüfen Sie Ihre Situation entlang dieser Punkte, bevor Sie Angebote vergleichen.
| Objekt | Fläche | Preisspanne (Orientierung) |
| Kellerentrümpelung | ca. 20 m² | 400 € bis 500 € |
| 1-Zimmer-Wohnung | ca. 30 bis 45 m² | 400 € bis 1.200 € |
| 2-Zimmer-Wohnung | ca. 50 bis 70 m² | 600 € bis 2.000 € |
| 3-Zimmer-Wohnung | ca. 70 bis 90 m² | 900 € bis 2.300 € |
| 4- bis 5-Zimmer-Wohnung | ca. 100 bis 130 m² | rund 2.000 € bis 4.000 € |
| Haus | ca. 150 m² | 2.800 € bis 5.000 € |
Beim regulären Auszug zahlt der Mieter. Er schuldet dem Vermieter die vertragsgemäße Rückgabe der Wohnung, in der Regel leer und besenrein.
Nach einem Todesfall gehen Mietvertrag und damit die Räumungspflicht auf die Erben über. Die Kosten sind Nachlassverbindlichkeiten, gezahlt wird also aus dem Nachlass, nicht aus dem Privatvermögen, solange der Nachlass ausreicht. In einer Erbengemeinschaft entscheiden alle Miterben gemeinsam, tragen die Kosten anteilig und sollten die Beauftragung schriftlich abstimmen. Wer das Erbe ausschlägt, ist nicht zur Räumung verpflichtet, verliert aber auch jeden Zugriff auf Hausrat und Wertsachen. Handeln Sie in dieser Phase nicht wie ein Erbe, das kann als Annahme gedeutet werden.
Im Betreuungsfall handelt der gesetzliche Betreuer für den Betreuten und zahlt aus dessen Vermögen, bei größeren Maßnahmen mit Blick auf die Genehmigungspflicht durch das Betreuungsgericht. Für alle Konstellationen gilt: Verlangen Sie eine detaillierte Rechnung mit Leistungsbeschreibung und einen Entsorgungsnachweis. Diese Unterlagen brauchen Sie für die Nachlassabrechnung, gegenüber Miterben und gegebenenfalls fürs Finanzamt, wenn die Räumungskosten als Nachlassverbindlichkeit erbschaftsteuerlich berücksichtigt werden sollen. Fragen Sie dazu Ihr Finanzamt oder Ihre Steuerberatung.
Nach dem Tod eines Mieters läuft der Mietvertrag weiter. Erben und Vermieter haben nach dem Mietrecht des BGB ein außerordentliches Kündigungsrecht, das kurz nach Kenntnis vom Todesfall ausgeübt werden muss und mit der gesetzlichen Kündigungsfrist wirkt. Praktisch bedeutet das: Sie haben meist einige Wochen bis wenige Monate Zeit, bis die Wohnung zurückgegeben werden muss. Das Zeitfenster bemisst sich am Mietende, nicht am Erbschein.
Planen Sie rückwärts. Setzen Sie zuerst den Übergabetermin mit dem Vermieter, legen Sie dann den Räumungstermin und, falls gewünscht, die Endreinigung davor. Zwischen Räumung und Übergabe sollten mindestens ein bis zwei Tage Puffer liegen. Wird es knapp, etwa weil eine Kündigung spät entdeckt wurde, hilft ein Express- oder Notfall-Service mit Start innerhalb von 24 Stunden. Sind Sie nicht vor Ort, etwa als Erbe in einer anderen Stadt, ist eine Remote-Abwicklung mit Schlüsselversand per Post möglich.
Ein geordneter Ablauf spart Geld, weil weniger improvisiert wird. So sieht der typische Weg von der ersten Anfrage bis zur Schlüsselübergabe aus.
Wie die einzelnen Etappen praktisch ablaufen, ist im Ablauf einer Entrümpelung Schritt für Schritt beschrieben.
Arbeiten Sie diese Punkte ab, bevor der erste Anbieter die Wohnung betritt:
Ein belastbares Angebot benennt das geschätzte Volumen, die Flächen inklusive Nebenräume, die Anzahl der Mitarbeiter, den Termin und alle Kostenbestandteile. Enthalten sein müssen Arbeitszeit, Transport, Containerstellung, Entsorgungsgebühren, Sondermüll, sofern vorhanden, und die Umsatzsteuer. Optionen wie eine Endreinigung stehen getrennt ausgewiesen, damit Sie sie abwählen können.
Drei Zusagen helfen bei der Einordnung: eine Festpreis-Garantie ohne versteckte Posten, eine Bestpreis-Prüfung, die ein bereits vorliegendes Angebot unterbietet, und eine Besenrein-Garantie für die leere, saubere Übergabe. Dazu kommen nachweisbare Erfahrung, Referenzen und eine Betriebshaftpflicht.
Warnsignale: kein Besichtigungsangebot, Barzahlung ohne Rechnung, Vorkasse in großer Höhe, kein Firmensitz, keine Umsatzsteuer-ID, und Nachforderungen am Räumungstag mit dem Argument „mehr Volumen als gedacht“. Ein Betrieb, der vorher richtig gemessen hat, braucht diese Nachforderung nicht.
Nutzen Sie diesen Ratgeber als Checkliste für die Vorbereitung Ihrer Wohnungsauflösung. Wenn Sie die Kosten nicht schätzen, sondern verbindlich einordnen lassen möchten, prüft MK Entrümpelung die Situation kostenlos und erstellt ein transparentes Festpreisangebot.
Nutzen Sie diesen Ratgeber als Checkliste für die Vorbereitung Ihrer Wohnungsauflösung. Wenn Sie die Kosten nicht schätzen, sondern verbindlich einordnen lassen möchten, prüft MK Entrümpelung die Situation kostenlos und erstellt ein transparentes Festpreisangebot. Telefon: 0157 9261 9400. Tätig in Essen und im gesamten NRW-Umfeld, Angebot innerhalb von 24 Stunden. Sie können Ihre Anfrage auch direkt über das Formular Angebot anfordern stellen.
Preislich gilt dieselbe Kalkulation wie bei jeder anderen Wohnungsauflösung, also grob 400 € bis über 4.000 € je nach Größe und Füllgrad. Häufig kommt Mehraufwand hinzu, weil Unterlagen gesichtet, Wertsachen dokumentiert und Nebenräume mitgeräumt werden müssen. Gezahlt wird in der Regel aus dem Nachlass.
Eine Entrümpelung entfernt einzelne Gegenstände oder räumt einen Bereich wie Keller oder Dachboden. Eine Wohnungsauflösung leert das komplette Objekt inklusive Nebenräume und bereitet die Rückgabe an den Vermieter vor, auf Wunsch mit Endreinigung und Begleitung der Übergabe.
Als Orientierung werden am Markt 20 € bis 60 € pro Quadratmeter genannt. Eine 2-Zimmer-Wohnung mit rund 50 m² liegt damit häufig bei 600 € bis 2.000 €, abhängig von Möbelmenge, Etage und Sondermüll.
Erfahrungswerte liegen bei den meisten Mietwohnungen im vierstelligen Bereich, sobald mehr als zwei Zimmer plus Keller betroffen sind. Deutlich über der Spanne landen verwahrloste Objekte, Wohnungen ohne Aufzug im vierten Obergeschoss und Räumungen mit viel Sondermüll.
Renovierungspflichten gehen aus dem Mietvertrag hervor und treffen die Erben als Rechtsnachfolger, sofern die Klauseln wirksam sind. Viele Schönheitsreparatur-Klauseln sind unwirksam, deshalb lohnt eine Prüfung, bevor Sie Maler beauftragen. Räumung und Renovierung sind getrennte Leistungen.
Maßgeblich ist das Mietende, nicht der Todestag. Erben und Vermieter können außerordentlich kündigen, danach gilt die gesetzliche Kündigungsfrist. Damit bleiben meist einige Wochen bis wenige Monate, in denen die Wohnung geräumt und übergeben werden muss.